NABU Bad Zwischenahn

Landkreis Ammerland

NSG Dänikhorster Moor
NSG Dänikhorster Moor

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Info:

Bad Zwischenahn bietet mit dem Zwischenahner Meer und der umgebenden Landschaft in allen Jahreszeiten wertvolle ökologische Schätze, wie das Naturschutzgebiet (NSG) Dänikhorster Moor.

 

 

 

 

Veranstaltungen und Termine

Regelmäßiges Gruppentreffen: Jeden 2. Montag im Monat um 19.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Ekern, Burgfelder Straße 49. Wer uns kennenlernen will,  ist herzlich willkommen!

Wir sind auch bei Instagram zu finden! Einfach den QR-Code scannen...

Programm: Exkursionen, Arbeitseinsätze und andere Aktionen werden in unseren Gruppensitzungen festgelegt.

 

Praktisch kümmern wir uns um unser Grünlandprojekt in Ekern, zählen regelmäßig Wasservögel am Zwischenahner Meer, kartieren Wiesenvögel (Kiebitz und Feldlerche) in den Gemeinden Bad Zwischenahn und Edewecht, führen Aktionen zum Artenschutz durch und organisieren Vorträge und Führungen zu aktuellen Naturschutzthemen.

 

Projekte und Aktionen

Trauerschnäpper / Foto: Ralf Ehben
Trauerschnäpper / Foto: Ralf Ehben

Artenschutz und Grünlandmanagement in der Aueniederung (Ekern): Die von uns gepachteten Grünlandflächen bei Ekern werden extensiv beweidet und kleinflächig gemäht.

 

Um den Artenbestand von Brutvögeln und Fledermäusen auf der Fläche zu verbessern, wurden Nistkästen an den Gehölzen angebracht. Gezielt wurde auch die Artenvielfalt der Pflanzen erhöht und die Lebensbedingungen für Insekten verbessert.

 

Schwarzkehlchen / Foto: Ralf Ehben
Schwarzkehlchen / Foto: Ralf Ehben

Die Kontrollen erbrachten erfreuliche Ergebnisse. Nicht nur die üblichen Arten wie Meisen, Stare und Sperlinge nutzten die Bruthilfen, auch die Brut von Gartenrotschwanz und Grauschnäpper konnte nachgewiesen werden. Die Hohltaube nahm die Nistkästen an und die Zielart Trauerschnäpper (Rote Liste Art, Kategorie 'Gefährdet') hat erfolgreich gebrütet. Darüber hinaus brütete ein Paar des Schwarzkehlchens im Randstreifen des Geländes.

 

 Auch hat sich die Fläche durch die partielle Beweidung und die Schaffung einer mehrjährigen Blühwiese äußerst positiv entwickelt und für eine größere Artenvielfalt gesorgt; insbesondere profitieren die Insekten und Pflanzengesellschaften von unseren Pflegemaßnahmen auf dieser NABU-Fläche.

 

 

Sumpfschrecke (Foto: Ralf Ehben)
Sumpfschrecke (Foto: Ralf Ehben)
Grünader-Weißling (Foto: Ralf Ehben)
Grünader-Weißling (Foto: Ralf Ehben)

Skorpionsfliege (Foto: Ralf Ehben)
Skorpionsfliege (Foto: Ralf Ehben)

Im Rahmen mehrerer Projekte wurden die Artenschutz-maßnahmen auf unseren Flächen in Ekern durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gefördert.


Am 22. Mai 2024 wurde der NABU Bad Zwischenahn für sein Projekt 'Artenschutz und Grünlandmanagement in der Aue-Niederung' duch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung ausgezeichnet.

 

Die durch mehrere Teilprojekte immer weiter entwickelte Pflege der NABU-Grünlandflächen in Ekern wurden in ihrer Gesamtheit als 'Projekt des Monats' ausgewählt, was mit einer Zustiftung in Höhe von 1000 € verbunden ist.

 

Geschäftsführer der Bingo-Umweltstiftung Karsten Behr übergab die Urkunde und den Preis selbst bei einer Feierstunde vor Ort an die Ehrenamtlichen des NABU Bad Zwischenahn.

 

2025 sind unsere Flächen um zwei ökologische Hotspots bereichert worden. In enger Absprache mit den zuständigen Behörden wurde auf einer Teilfläche eine Blänke modelliert und am Rand des Grünlands eine 90 Meter lange Wallhecke gestaltet. Hier sorgte eine regionale Saatmischung für eine üppige Blühfläche und im November wurden abschließend einheimische Heckensträucher gesetzt.

 

Dort sind neue Lebensräume für die Entwicklung der Artenvielfalt entstanden, die in der ansonsten aufgeräumten Agrarlandschaft einen wichtigen Beitrag zur Vielfalt in der Kulturlandschaft leisten.

 

2025 war schon eine merkliche Zunahme der Insekten, sowohl der Artenzahl als auch der Anzahl der einzelnen Individuen, zu beobachten.

 


Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet Fintlands-/Dänikhorster Moor: Auch 2025 hat die Gruppe Arbeitseinsätze im NSG organisiert. Entlang von zwei Gräben im Bereich extensiver Wiesenflächen wurden die Gehölze (überwiegend invasive Amerikanische Traubenkirsche) zurückgeschnitten. Die Maßnahme wurde belohnt: Bruten von Neuntöter, Dorngrasmücke, Goldammer, Schwarzkehlchen und sogar Wiesenpieper (Rote Liste 2) konnten nachgewiesen werden.

 

2026 wird im Dänikhorster Moor in Kooperation mit ÖKOL, finanziert durch Bingo, ein Projekt zur Pflege der Hecken realisiert.

Wiesenpieper (Foto: Ralf Ehben)
Wiesenpieper (Foto: Ralf Ehben)
Neuntöter Jungtiere (Foto: Ralf Ehben)
Neuntöter Jungtiere (Foto: Ralf Ehben)

Bruterfolg von Sumpfohreule und Wiesenweihe im Ammerland: Mitglieder der Gruppe haben durch gezielte Artenschutzmaßnahmen die ersten erfolgreichen Bruten seit ca. 30 Jahren der vom Aussterben bedrohten Arten Sumpfohreule und Wiesenweihe im Landkreis Ammerland ermöglicht. Die Kooperation von Artenschützern, Landeigentümern bzw. Pächtern sowie der Unteren Naturschutzbehörde gewährleistete den Bruterfolg der Arten.

Sumpfohreule (Foto: Ralf Ehben)
Sumpfohreule (Foto: Ralf Ehben)
Wiesenweihe (Foto: Ralf Ehben)
Wiesenweihe (Foto: Ralf Ehben)

Wanderfalken: Anfang Februar 2021 montierten wir einen Wanderfalken-Nistkasten in 61 m Höhe an einem Ziegelei-Schornstein. Ein Wanderfalken-Paar hat diesen Kasten sofort besetzt und brütete erfolgreich. 2025 wurde ein Jungvogel flügge.

 


Betreuung von Nistkästen: Im Herbst ist die Zeit der Reinigung der aufgehängten Nistkästen. Neben den Nistkästen in den eigenen Gärten der Mitglieder und der Nisthilfen auf der Pachtfläche in Ekern, werden auch die Kästen im Park der Gärten sowie im Bereich des Golfclubs Bad Zwischenahn betreut (Bingo-Projekt). Es werden nicht nur Nisthilfen für die verschiedenen Vogelarten kontrolliert, sondern auch Kästen für Fledermäuse.

 

Gänsesäger (Foto: Ralf Ehben)
Gänsesäger (Foto: Ralf Ehben)

Wasservogelzählung: Jeweils den ersten Sonntag jeden Monats werden von der Gruppe Wasservogelzählungen auf dem Zwischenahner Meer durchgeführt. Dabei stellen wir sowohl Brutvögel als auch Wintergäste und Durchzügler fest. Mit etwas Glück sind zuweilen auch alle drei in Europa vorkommenden Sägerarten zu beobachten, wobei das Zwischenahner Meer für den Gänsesäger sogar ein Rastgebiet von regionaler Bedeutung ist.

 

Immer wieder spannend sind die Beobachtungen zum Fischadler und zum Seeadler.

 

Fischadler (Foto: Ralf Ehben)
Fischadler (Foto: Ralf Ehben)
Seeadler und Graugans (Foto: Ralf Ehben)
Seeadler und Graugans (Foto: Ralf Ehben)

Kiebitzbalz (Foto: Ralf Ehben)
Kiebitzbalz (Foto: Ralf Ehben)

Wiesenvögel: Seit 2018 werden von uns jährlich in den Monaten März bis Juni die Brutpaare des Kiebitzes und der Feldlerche im Gebiet der Gemeinden Bad Zwischenahn und Edewecht kartiert. Nebenbei haben wir noch Vorkommen der Uferschnepfe und des Großen Brachvogels mit in unsere Bestandsaufnahme aufgenommen.

 

Kiebitz und Feldlerche sind Arten, die in letzter Zeit durch einen massiven Rückgang gekennzeichnet sind. Beide Arten sind leicht in den Monaten März bis Juni in der Wiesen- und Ackerlandschaft zu entdecken.

 

Im Frühjahr 2025 entdeckten wir 89 Brutpaare vom Kiebitz und drei der Feldlerche im Gebiet der Gemeinde Bad Zwischenahn. Bei den Feldlerchen brüten im Gemeindegebiet deutlich zu wenig Paare, ein alarmierendes Zeichen. Im Gebiet der flächenmäßig kleineren Gemeinde Edewecht wurden 114 Brutpaare vom Kiebitz und 19 der Feldlerche gezählt.

 

In der Brutzeit 2026 soll verstärkt nach dem Rebhuhn (Vogel des Jahres 2026) gesucht werden. Bei bestätigten Vorkommen werden die Landwirte informiert und mögliche Schutzmaßnahmen angeregt.

Rebhuhn (Foto: Ralf Ehben)
Rebhuhn (Foto: Ralf Ehben)
Brachvogel (Foto: Ralf Ehben)
Brachvogel (Foto: Ralf Ehben)

Das Schleiereulen-Team (v.l.n.r.): Hans Jürgen Festerling, Wilfried Wiechmann, Erwin Gertje
Das Schleiereulen-Team (v.l.n.r.): Hans Jürgen Festerling, Wilfried Wiechmann, Erwin Gertje

Schleiereulen: Der NABU kümmert sich im gesamten Oldenburger Land intensiv um Schleiereulen. Seit 2023 betreuen Erwin Gertje und Wilfried Wiechmann aus unserer Gruppe die 160 Kästen im Ammerland und zählten 2025 bei den Kontrollen über 300 junge Schleiereulen.

 

Gewölleuntersuchungen durch einen Spezialisten ergaben sichere Hinweise auf Vorkommen der Schabrackenspitzmaus im Ammerland.