Schwalben Willkommen!

Wir zeichnen schwalbenfreundliche Häuser aus

Rauchschwalbe sammelt Nestmaterial (Foto: J. Hicke)
Rauchschwalbe sammelt Nestmaterial (Foto: J. Hicke)

Das Projekt: Der NABU zeichnet mit entsprechenden Plaketten und Urkunden besonders schwalbenfreundliche Häuser aus. Das können Gebäude sein, an denen außen Mehlschwalben ihre Nester bauen dürfen oder auch Nutzgebäude wie Ställe, die Rauchschwalben einen Wohnort bieten.

 

Wenn Sie ein solches Gebäude im Oldenburger Land kennen, das Ihnen auszeichnungswert erscheint, dann melden Sie sich bei uns!

Plakette: Mit dieser wetterfesten Metallplakette werden die ausgewählten Häuser geehrt. So kann jeder sehen, dass es sich um ein schwalbenfreundliches Haus und somit auch um schwalbenfreundliche Hausbewohner handelt.

 

Nebenbei wird sicher auch der eine oder andere Besucher ins Grübeln kommen, ob denn nicht an seinem Haus genausogut ein paar flinke Flieger ihr Nest bauen könnten...

Doppelnest für Mehlschwalben (Foto: Schwegler GmbH)
Doppelnest für Mehlschwalben (Foto: Schwegler GmbH)

Nisthilfen: Im Rahmen dieser Auszeichnungen verschenken wir als Dankeschön für die schwalbenfreundliche Gestaltung der Häuser spezielle Schwalbennisthilfen, die zusätzlich angebracht werden können und weitere Schwalben zum Nestbau animieren.

Am liebsten in den Ecken - Mehlschwalbe beim Nestbau
Am liebsten in den Ecken - Mehlschwalbe beim Nestbau

Mehlschwalbe - Rauchschwalbe? Mit kürzerem Schwanz und weißer Kehle ist die Mehlschwalbe gut von der Rauchschwalbe unterschieden. Diese hat eine rotbraune Kehle und lang ausgezogene Schwanzfedern, was ihr immer ein 'elegantes' Aussehen verleiht.

 

Während die Rauchschwalbe ihren Nistplatz eher 'unter Dach' in größeren, gut zugängigen Ställen oder Werkhallen sucht, bevorzugt die Mehlschwalbe meist Außenwände, gern unter der Dachtraufe oder auch in Ecken. Hier wie dort werden in mühevoller Geduldsarbeit in der näheren Umgebung gesammelte Schlammklümpchen zu einem muldenartigen Nest verklebt.

 

Und damit ist schon ein Hauptproblem der Schwalben angesprochen: Pfützen, offene Feldwege mit Fahrspuren, matschige Ecken auf dem Hofgelände, von Rindern zertretene Bereiche - solche Orte werden immer seltener und somit mangelt es den Schwalben häufig einfach an Nistmaterial! Hinzu kommt, dass das Nistmaterial auch noch mit einem reichlichen Insektenangebot am selben Ort kombiniert sein muss. Denn ohne Insekten, die tausendfach im Flug gefangen werden, können die Jungschwalben nicht aufgezogen werden.

 

Und wenn dann alles stimmt, kommen moderne Baumaterialien zum Zuge: moderne Putze und Wandfarben haben oft den Nebeneffekt, dass Schwalbennester schon während der Bauphase wieder herunterfallen, weil keine ausreichende Haftung am Untergrund stattfindet. Naja - genau hier wenigstens können wir mit unseren künstlichen Schwalbennisthilfen direkt helfen!

Projektleitung:

NABU Oldenburg

Kristin Böhm

Tel.: 0441-25600
boehm@nabu-oldenburg.de

Dieses Projekt wird durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung gefördert.

 

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