Im Dauereinsatz für bunte Falter

Schmetterlinge des Küstensaums

Salzwiesen-Sackträger – ein Wiederfund für Niedersachsen
Salzwiesen-Sackträger – ein Wiederfund für Niedersachsen

Das Projekt: Wenn unsere nordwestdeutsche Region in Sachen Schmetterlingsvielfalt auch nicht so bevorteilt ist wie manche süddeutschen Landschaften, so haben wir dafür die Besonderheiten der ostfriesischen Inselkette. Lange Zeit fast völlig unbeachtet, findet sich hier ein noch weitgehend unbearbeitetes Forschungsgebiet, dem sich unser NABU-Projekt "Schmetterlinge des Küstensaums" widmet.

 

Allein auf den Ostfriesischen Inseln werden mehr als 500 Großschmetterlingsarten vermutet. Aktuell nachgewiesen sind hier inzwischen über 400 Großschmetterlinge. Seit 2008 ist Projektleiter Carsten Heinecke unermüdlich auf den Ostfriesischen Inseln unterwegs, um die Vielfalt der Inselschmetterlinge zu erforschen und Maßnahmen zu ihrem Schutz zu gestalten.

12,80 Euro, 196 S., durchgehend farbig und reichhaltig bebildert
12,80 Euro, 196 S., durchgehend farbig und reichhaltig bebildert

Das Buch zum Projekt: Inzwischen wurde das Buch „Schmetterlinge der Ostfriesischen Inseln – Eine Anleitung für Entdecker“ veröffentlicht, welches bei der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und dem NABU Oldenburger Land bezogen werden kann.

 

Hier wird erstmals die Schmetterlingsfauna der Ostfriesischen Inseln ausgführlich dargestellt. Außerdem gibt es Tipps zum Beobachten und Fotografieren von Faltern und Raupen. Sämtliche hier lebenden Tagfalter und ausgewählte Nachtfalter werden im Portrait anschaulich vorgestellt.

Carsten Heinecke bei der Arbeit in den Dünenwelten der ostfriesischen Inseln
Carsten Heinecke bei der Arbeit in den Dünenwelten der ostfriesischen Inseln

Schutzmaßnahmen: Auf Grundlage der bisherigen Ergebnisse wurden fachliche Empfehlungen zum Schutz von niedersächsischen Küstenschmetterlingen entwickelt. Diese Empfehlungen wurden an die zuständigen Naturschutzbehörden sowie an die Bundesarbeitsgruppe Schmetterlinge des NABU gemeldet.

 

Auf Grundlage weiterer Untersuchungsergebnisse vor allem zur Ökologie einzelner Arten werden auch ganz konkrete Empfehlungen zum Schutz der küstenspezifischen Schmetterlingsfauna entwickelt.

Auf Entdeckungstour mit dem Flechtenbärchen

Die Ausstellung in Norderney
Die Ausstellung in Norderney

Gefördert aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung haben wir eine Wanderausstellung zur Falterwelt der niedersächsischen Küstenbereiche entwickelt. Die Ausstellung hat im Mai 2018 ihre Wanderschaft durch die Nationalparkhäuser begonnen und ist bis April 2019 noch auf Norderney zu sehen. Danach wandert sie nach Spiekeroog.

 

Die Homepage www.küstenschmetterlinge.de liefert weitere Inhalte zu Schmetterlingen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer - dort gibt es auch Antworten auf viele allgemeine sowie spezielle Fragen rund um Schmetterlinge.

Modell des Blassstirnigen Flechtenbärchens, Raupe (Foto: Julia Stoess)
Modell des Blassstirnigen Flechtenbärchens, Raupe (Foto: Julia Stoess)
Modell des Blassstirnigen Flechtenbärchens, Falter (Foto: Julia Stoess)
Modell des Blassstirnigen Flechtenbärchens, Falter (Foto: Julia Stoess)

Die beiden Abbildungen zeigen Beispiele aus der Ausstellung. Natürlich gibt es noch weitere eindrucksvolle Ausstellungselemente, die dem Betrachter faszinierende Einblicke in das oft  verborgene Leben der Falterwelt geben.

Projektleitung:
Dipl.-Biologe Carsten Heinecke
NABU Oldenburg
Schlosswall 15, 26122 Oldenburg
Tel.: 0441 8001809
E-Mail: heinecke@nabu-oldenburg.de


Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer durchgeführt und wird gefördert aus Mitteln der Niedersächsischen Wattenmeerstiftung.