Artenreiches Grasland

Für mehr Farbe im Grün!

Artenreiche Wiese (Foto: NABU/Elisabeth Woesner)
Artenreiche Wiese (Foto: NABU/Elisabeth Woesner)

Der Rückgang an Insekten und zahlreichen Vogelarten der Agrarlandschaft hängt zu einem Großteil mit dem Verlust an blütenreichen Wiesen und Weiden gerade bei uns in Nordwestniedersachsen zusammen. Die noch vorhandenen artenreichen Grünlandflächen liegen oftmals wie Inseln verteilt in der Landschaft, Pflanzen und Tiere haben nicht mehr die Möglichkeit sich zu verbreiten, den Genpool aufzufrischen oder neue Populationen aufzubauen.

 

Um dem entgegenzuwirken gibt es aktuell zwei Projekte – eines startet der NABU Oldenburger Land im kommenden Mai, bei einem weiteren ist er als  fester Kooperationspartner mit im Boot:

Aktion Bunte Wiese

Selektive Mahd für Artenerhalt auf NABU-Obstwiese bei Oldenburg
Selektive Mahd für Artenerhalt auf NABU-Obstwiese bei Oldenburg

Von Mai 2018 an wird der NABU Oldenburger Land mit  diesem Projekt einen Arbeitsschwerpunkt auf die  floristische Artenvielfalt seiner eigenen  Grünlandflächen setzen.


Gefördert durch die Niedersächsische Bingo- Umweltstiftung und vor dem Hintergrund der zunehmenden Verarmung der Grünlandflächen in  unserer Region soll das Arteninventar ausgewählter NABU-Flächen im Oldenburger Land erfasst und  verbessert werden.


Hierzu steht ein Projektzeitraum von drei Jahren zur  Verfügung, in dem durch Aussaat einzelner Arten oder standortgerechter Saatgutmischungen,  Mahdgutübertragungen aus nahe gelegenen artenreichen Flächen sowie durch gezielte Anpflanzungen und angepasste Nutzungs- und Pflegemaßnahmen die jeweils vorhandene Artenzusammensetzung gesichert und möglichst in einen artenreicheren Zustand versetzt werden sollen. Es soll auch Wildblumensaat von Wiesenpflanzen in der Umgebung gesammelt und zur Aussaat und Anzucht von Jungpflanzen genutzt werden.


Ein Bündel an Maßnahmen, mit denen ausgelotet werden soll, welche Methoden den besten Erfolg zeigen, verbunden mit dem Ansatz, dass sich vor Ort in den engagierten NABUKreisen Personen finden lassen, die sich  diesem Thema dauerhaft widmen werden. Das Projekt zielt in Kooperation mit den örtlichen NABU-Gruppen ausschließlich auf NABUeigene Grünlandflächen ab; darunter verstehen wir v.a. Mähwiesen, Weiden und Streuobstwiesen, die sich im Eigentum, in Pacht oder anders geregelter Überlassung des NABU befinden. Die betroffenen Landkreise sind Friesland, Wesermarsch, Ammerland, Oldenburg, Vechta und Cloppenburg.


Projektleitung:
NABU Oldenburger Land e.V.
Bernd Ziesmer
0441-25600
ziesmer@nabu-oldenburg.de

Biotopverbund Grasland

Wiesenmargeriten (Foto: NABU/Elisabeth Woesner)
Wiesenmargeriten (Foto: NABU/Elisabeth Woesner)

Der NABU Oldenburger Land hat im Herbst 2017 zusammen mit dem Grünlandzentrum in Ovelgönne (Wesermarsch), der Landwirtschaftskammer und der Universität Oldenburg ein Projekt gestartet, das nicht nur für mehr Blumenwiesen, sondern auch für mehr Lebensadern zwischen diesen Flächen sorgen soll. Dabei geht es insbesondere darum, mit den Landwirten zusammenzuarbeiten. Die Projektleitung liegt daher beim Grünlandzentrum, die  Landwirtschaftskammer ist beratend tätig. Die Universität Oldenburg übernimmt die  wissenschaftliche Begleitung, was die richtige Methode bei der Anlage und Verbesserung der Flächen angeht.


Dadurch dass landwirtschaftliche Flächen häufig sehr intensiv genutzt werden, sollen zumindest Randbereiche entlang von Feldwegen und Hecken, auf Deichen und Dämmen noch Nahrung und Versteckmöglichkeiten für Tiere bieten können. Der NABU sucht also innerhalb dieses Projektes in den Landkreisen Ammerland, Oldenburg und Wesermarsch...


...1. nach NABU-Gruppen, die je nach Situation (z.B. Radwegneubau) Interesse daran haben, mit den Gemeinden oder anderen Landeigentümern Kontakt aufnehmen, um die Pflege von Säumen und Wegeseitenrändern zu  verbessern. Hierzu gibt es bereits einige positive Beispiele aus NRW.


...2. nach Flächenbesitzern, die Interesse daran haben, an dem Biotopverbund teilzunehmen und eine blütenreiche, extensiv genutzte Wiese oder Weide entweder neu anzulegen oder wieder in Nutzung zu nehmen oder durch optimierte Pflege, ggf. Nachsaat von heimischen Wiesenblumen zu verbessern. Auch hier sind streifenförmige Randbereiche in Form von blühenden Säumen eine mögliche Alternative.


In beiden Fällen soll es seitens des NABU Beratung und Unterstützung geben. Der NABU wird zudem ein Kontingent an regionaltypischem Wildblumensaatgut bestellen, das je nach Eignung der Flächen eingesetzt werden kann.


Projektlaufzeit: 01.10.2017-31.12.2020
Projektförderung durch die DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt)
Projektleitung Biotopverbund Grasland:
Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen e.V.
Albrecht-Thaer-Str. 1
26939 Ovelgönne
mathias.paech@gruenlandzentrum.de
04401-82926-21

 

Projektleitung innerhalb des NABU:
Elisabeth Woesner
Mittelkamp 11a
26125 Oldenburg
woesner@nabu-oldenburg.de
0441-3990048