NABU Sande

Landkreis Friesland

Kontakt:

 

Konrad Sieg


Tel.: 04422-3989
konrad.sieg@t-online.de

Veranstaltungen und Termine

Gründungstreffen des NABU Sande; links im Bild Bürgermeister Stephan Eiklenborg und Rolf Grösch
Gründungstreffen des NABU Sande; links im Bild Bürgermeister Stephan Eiklenborg und Rolf Grösch

Das regelmäßige Monatstreffen findet immer am 3. Mittwoch um 19.30 Uhr Gaststätte Zur Scharfen Ecke, Hauptstraße 90, Sande statt.

     

Projekte und Aktionen

Nisthilfen Neustadtgödens: Im Rahmen eines Naturschutzprojektes hat die NABU-Ortsgruppe Sande im Frühjahr 23 Nistkästen für Meisen, Stare und andere Singvögel gebaut und auf dem Friedhof in Neustadtgödens aufgehängt!

 

Insektenhotels: Gefördert durch die Landessparkasse zu Oldenburg werden wir in diesem Sommer vier Insektenhotels in Sande errichten können - wenns losgeht, wird hier berichtet...


EWE Netz greift Vorschläge der NABU-Ortsgruppe auf: An der Freizeitanlage Sander See mussten einige Bäume und Sträucher entfernt werden. Die Wurzeln gefährdeten die Sicherheit der in etwa einem Meter Tiefe verlaufenen Gashochdruckleitung von EWE Netz. Vertreter der Gemeinde Sande, der EWE-Netz und des NABU-Sande trafen sich vor Ort um die Umsetzung zu besprechen. Der NABU schlug vor, die Bäume, die noch verpflanzt werden könnten, nach außerhalb des Gefahrenbereichs zu versetzen. Ebenso solle auf einem 150 x 8 m breiten Streifen eine Blühwiese angelegt werden.

 

Beidem stimmte die EWE zu; die jungen Bäume sind in der Zwischenzeit umgesetzt worden, die Blühwiese soll Ende April angelegt werden. Die Kosten für das Anlegen der Blühwiese übernimmt die EWE Netz. Der NABU Sande wird diese mit zwei Benjeshecken, einer Nisthilfe für Bodennister wie Sandbienen und einem Insektenhotel ergänzen.

 

Zur Vorbereitung trafen sich am Sonnabend, den 01. Februar mehrere NABU-Mitglieder am Sander See, um dort Holz von den gefällten Bäumen für die geplanten Insektenhotels zurecht zu sägen. Das Holz wird als Nistmaterial für Insekten aufbereitet. Auch wurden die Äste für die Benjeshecken gesammelt. Wir werden weiter berichten...

 

'Bienengemeinde Sande': In Kooperation aus mehreren Partnern hat sich die 'Bienengemeinde Sande' gebildet.

 

Dank Unterstützung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung konnten wir einen Balkenmäher anschaffen, der uns zukünftig eine fachgerechte Pflege der bereits auf über 11.000 m² angewachsenen Blühwiesen, Streuobstwiesen und Totholzhecken zu gewährleisten wird.

 

Weiter soll er auf der historischen Gutsanlage Altmarienhausen eingesetzt werden. Die Bingo-Umweltstiftung förderte bereits die Weiterentwicklung der Gutsanlage mit 20.000 €. Sie soll durch ein Bienenhaus, Insektennisthilfen und einem Lehrpfad ergänzt werden.

 

Bereits jetzt sind in Sande weitere größere Blühflächen und Benjeshecken für das nächste Jahr geplant. Auch ist angedacht, das anfallende Mähgut der Blühwiesen auf Reutergestelle zu trocknen und an ortsansässige Kleintierhalter kostenfrei abzugeben.

 


Foto: Konrad Sieg
Foto: Konrad Sieg

3.000 Wildkrokuszwiebeln: Am Donnerstag, den 24.10.2019 fand eine gemeinsame Pflanzaktion des Bürgervereins Sande und der NABU-Ortsgruppe statt. Gemeinsames Ziel ist es, nicht nur die Bienen zu unterstützen, sondern auch zu einem schönen Ortsbild beizutragen. Wir haben uns bewusst für gelbe Wildkrokusse entschieden, da diese sich gut vermehren und mit ihrem Blütenstaub für die erste sogenannte Tracht für die Bienen wichtig sind. Vielen Dank an die Helfer!

 

Der Sprecher der NABU-Ortsgruppe Sande kündigte in der Presse eine größere Aktion zum Schutz der Insekten in Sande an. In Zusammenarbeit mit dem NABU Schortens, der Berufsschule Jever und der Grundschule in Neustadtgödens sollen bis zum Frühjahr mehrere Insektenhotels gebaut und aufgestellt werden. Wir werden darüber ausführlich berichten.

Fahrrad-Exkursionen: Mit dem Fahrrad wurden naturschutzrelevante Punkte in Sande und Neustadtgödens erkundet An zwei Tagen besichtigten Mitglieder der NABU-Ortsgruppe das Gut Altmarienhausen, den Sander See, die Baustelle der Bahnumgehung, Blühstreifen, Regenauffangbecken, die Spülteiche in Neustadtgödens und Insektenhotels. Dabei wurde festgestellt, dass mehrere Insektenhotels überarbeitet werden müssten. Auch gibt es in Sande in den Waldflächen kaum Nisthilfen für Vögel. In diesen Bereichen werden wir in den nächsten Wochen und Monaten aktiv werden. Geplante Maßnahmen sind u. a. die Ausbesserung des Insektenhotels auf dem Gut Altmarienhausen, das Aufstellen eines Insektenhotels an der Grundschule Neustadtgödens und das Anbringen von Nistkästen für die Vögel.

Besuch im Fledermausbunker
Besuch im Fledermausbunker

Fledermäuse: Am Sonntag, den 24.02.2019 besichtigten Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe Sande die 2007 vom BUND und der 'Naturschutzstiftung Region Friesland, Wittmund, Wilhelmshaven' für Fledermäuse hergerichtete Überwinterungshilfen.

 

Laut Bernd Pannbacker, Fledermausbeauftragter des Landkreieses Friesland, berichtete, dass alle heimischen Fledermäuse auf der Roten Liste für bedrohte Tierarten stehen. Es mangelt den Fledermäusen an Unterschlupfmöglichkeiten, da Gebäude immer besser abgedichtet und isoliert werden. Ebenso werden alte Bunker häufig zugemauert. Eine weitere Bedrohung ihrer Lebensgrundlage ist die moderne Landwirtschaft mit der Anwendung von Pestiziden.

 

In den drei Bunkern in Cäciliengroden leben Wasser-, Fransen- und Langohrfledermäuse. Jedes Jahr im Januar und Februar werden die überwinternden Fledermäuse gezählt. Bernd Pannbacker: 'In diesem Jahr wurden in den drei Bunkern in Cäciliengroden 51 Fledermäuse gezählt. Damit ist dies derzeit das beste Winterquartier in Friesland'. Die Zahl der überwinternden Fledermäuse ist stetig gewachsen. Im Jahre 2007 wurden 2 und 2008 wurden 18 Fledermäuse gezählt.

 

Fledermäuse bevorzugen kühle, frostfreie und sehr feuchte Räume. Die gute Belegung der Bunker bestätigt, dass sie hier gute Bedingungen vorfinden und wie wichtig die Überwinterungshilfen für das Überleben der Fledermäuse sind. Die NABU-Ortsgruppe Sande wird sich weiter mit dem Thema Lebensräume für Fledermäuse beschäftigen.