Insekten retten!

Ein Projekt für den Landkreis Oldenburg

Gartenwollbiene (Foto: S. Bischoff)
Gartenwollbiene (Foto: S. Bischoff)

Insekten retten! Insekten sind wichtige Lebewesen in Ökosystemen. Sie bestäuben Pflanzen, zersetzen totes Material und sind Nahrung für viele andere Tiere. Wir zählen in der BRD mehr als 33.000 Arten, das sind etwa 70% aller hier lebenden Tierarten.

 

Wie aktuelle Studien gezeigt haben, müssen wir einen Verlust von bis zu 75% des Insekten-Biomasse befürchten. Das ist dramatisch und insektenfressende Tierarten wie Vögel oder Fledermäuse haben enorme Probleme ausreichend Nahrung zu finden! Die Ursachen des Insektenschwundes sind vielfältig. Ein Faktor ist neben den Landschafts- und Lebensraumverlusten der Verlust an Blütenangeboten und Kleinstrukturen, wie blütenreiche Wegeränder, Hecken oder offene Sandflächen. Deshalb hat die NABU Stiftung Oldenburgisches Naturerbe das Projekt 'Insekten retten!' mit Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung und dem Landkreis Oldenburg ins Leben gerufen.

 

Infostand 'Insekten retten!': Wir kommen auf den Wochenmarkt in Ihrer Gemeinde. Mit unserem NABU Infostand wollen wir Ihnen eine große Auswahl an Material zum Thema bieten und für Ihre Fragen zur Verfügung stehen!

 

Vorträge 'Insekten retten!': Hier können Sie erfahren, welche Insekten in unseren Gärten leben, was für Lebensansprüche sie haben und was wir tun können, um die Insektenwelt zu fördern. Im Anschluss an den Bild- und Filmvortrag haben Sie Gelegenheit Literaturtipps zum Thema zu durchstöbern und Fragen zu stellen.

 

Exkursion 'Insekten retten!': Wie sieht eine Fläche aus, in der sich unsere heimischen Insekten wohlfühlen? Welche Arten können wir dort beobachten und wie ist ihre Lebensweise? Was können wir in anderen Bereichen verbessern, um auch hier Lebensräume für Insekten zu schaffen? Antworten auf diese Fragen finden Sie während unserer Insekten-Exkursionen im Landkreis Oldenburg

 

Projektflyer zum Download:

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insekten retten - flyer infos.pdf
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insekten retten - flyer massnahmen.pdf
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Kontakt:

Silke Kreusel: kreusel@nabu-oldenburg.de

Sandra Bischoff: bischoff@nabu-oldenburg.de, 04487-9982744

 


Aktionen und Beratung

120 insektenfreundliche Gärten: Sie haben einen Garten und wollen etwas für die Insekten tun? Wir beraten Sie gerne! Mit einfachen Maßnahmen lässt sich jeder Garten insektenfreundlich gestalten. Im Rahmen unseres Projekts können wir in jeder Gemeinde im Landkreis Oldenburg 15 Beratungen anbieten. Als Starterset erhalten Sie eine Insekten-Nisthilfe, 1 Staudenpaket mit 12 insektenfreundlichen Pflanzen und einen Insekten-Naturführer!

 

Schwebfliege (Foto: Heymer)
Schwebfliege (Foto: Heymer)

8 insektenfreundliche Außenflächen bei Firmen: Sie haben eine Firma oder einen Gewerbebetrieb mit Außenflächen? Jetzt können Sie zeigen, dass Ihnen die Natur am Herzen liegt! In unserer kostenlosen Beratung entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen Möglichkeiten, wie Sie Ihre Flächen naturnah und insektenfreundlich umgestalten können.

 

Hochwertiges und regional zertifiziertes Saatgut und Sträucher für Heckenpflanzungen stellen wir Ihnen dafür zur Verfügung! Auf Wunsch installieren wir für Ihre Mitarbeiter/-innen und Kund/-innen auf Ihrem Gelände ein Schild, auf dem der Nutzen der Umgestaltung für die Natur erläutert wird. Bis Ende 2020 möchten wir im Landkreis Oldenburg mindestens 8 Firmen für unser Projekt 'Insekten retten!' gewinnen.


Insekt des Monats

Jeden Monat stellen wir ein Insekt vor, dass aktuell besonders gut zu beobachten ist oder bei dem es sich lohnt mal genauer hinzugucken. Das Portrait finden Sie unter: www.nwzonline.de/insektenjahr.

Fotos: Helge May
Fotos: Helge May

Glückbringer auf Tour!

 

Es gibt über 5.000 Käferarten in Niedersachsen. Da ist eine große Vielfalt von Lauf- und Schwimmkäfern, von „Böcken“, „Dieben“, „Nagern“ und Mistkäfern und vielen weiteren Käferfamilien um uns herum, die man schwer auseinanderhalten kann.

 

Die Marienkäfer jedoch kennt jeder – sowohl der Siebenpunkt als auch der bei uns zugezogene Harlekin-Marienkäfer mit der typischen W-Zeichnung am Kopf sind vielen ein Begriff.

 

Doch haben Sie schon einmal den Siebzehnpunkt entdeckt? Sie können ihn leicht übersehen, denn er ist nur 2,5 bis 3 mm groß, gelblich und mit schwarzen Punkten und Flecken versehen. Wie seine Verwandten überwintern sie als erwachsenes Tier in Winterstarre. Zurzeit sind die Marienkäfer in Gruppen in Laubhaufen, hinter und an Baumrinde aber auch gerne mal in Mauerritzen in und am Haus zu finden. Mit steigenden Temperaturen kommen sie heraus und schon bald kann man die Blattlausjäger bei der Arbeit beobachten.

 

Eine Marienkäferlarve frisst in ihrer ca. dreiwöchigen Entwicklungszeit bis zu 600 Blattläuse. Kein Wunder, dass diese Larven auch Blattlauslöwen genannt werden. Sie werden in Gewächshäusern zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt. So kam auch der bunte gefräßige Harlekin zu uns, der sich schnell in der Natur ausgebreitet hat. Ihn gibt es in vielen Farbvarianten und seine Larven verputzen zusätzlich zu Blattläusen auch die Larven des Siebenpunkt-Marienkäfers. Der bunte Käfer hat Potential als Heilmittel, da er gegen viele Krankheitserreger immun ist. Mehr dazu finden Sie unter:

 

www.nabu.de/news/2013/05/15802.html

 

 

 

Gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung und den Landkreis Oldenburg